Mobile 2.0
Mobile Marketing marschiert
Die Welt des Mobile Marketing dreht sich immer schneller: Neue Technologien und sinkende Verbindungskosten machen es möglich. Echter Dialog mit der Zielgruppe ist angesagt – und User Generated Content ohne Ende.
Mobile Marketing wechselt auf die Überholspur – wenn sich eine Aussage treffen lässt über die aktuelle Entwicklung im Mobile Sektor, dann diese. Reine SMS-Gewinnspiele sind nicht Schnee von gestern, sondern bestenfalls Relikte aus der Steinzeit – zumindest gemessen an dem, was heute technologisch möglich ist.
 <-- YOC entwickelte für NIKE ein mobiles Portal für die Teilnehmer des
Handys und Handhelds, alles möglichst mit Blackberry-Technologie, sind die wichtigsten Spielplätze im Mobile Marketing. Innerhalb einer Kampagne sind sie fast immer eng vernetzt mit Web-Applikationen und weiteren Tools wie interaktive Megaposter mit SMS Response Integration, die Betrachter zum aktiven Dialog per Handy animieren.
Dialog und Interaktion
Dialog und Interaktion – das sind zwei wesentliche Facetten des Mobile Marketings. Hinzu kommt reichlich User Generated Content. Was die Online-Gemeinde seit einiger Zeit als Web 2.0 feiert, hat jetzt auch die mobilen Endgeräte erreicht: Aktuelles Mobile Marketing will den aktiven Konsumenten, der in einer Kampagne selbstständig agiert und mitgestaltet und so über gesteigertes Involvement stärker an Marken und Produkte gebunden ist.
<-- Stefanie Katrin Fehse, YOC.
In den vergangenen drei, vier Jahren ist die ehemalige Außenseiterspielart des Marketings salonfähig geworden. Vor allem sinkenden Verbindungskosten und immer ausgeklügelteren Technologien verdankt die Branche Aufstieg und immer größere Breitenwirkung. Stefanie Katrin Fehse, Leiterin Corporate Communications und Investor Relations der YOC AG, Berlin: „Vor allem neue Branchen setzen das Medium ein, um bei ihren Zielgruppen Awareness zu schaffen und Abverkäufe zu steigern. Nach einer Schätzung der Investment Bank Sal. Oppenheim betrug das Marktvolumen für Mobile Marketing im Jahr 2006 in Deutschland rund 30 Millionen Euro und in Europa 130 Millionen Euro.“ Das ist zwar noch nicht die Welt, aber auch die Online-Werbung hat schließlich mal ganz klein angefangen.
Zielgruppe: alle Handybesitzer
Längst locken Unternehmen über den Mobile Kanal nicht mehr nur junge Zielgruppen zwischen 16 und 24 Jahren. Bei richtiger Ansprache und mit den richtigen Produkten können auch deutlich ältere Target Groups erreicht werden. Letztendlich gilt: Zielgruppe ist jeder, der ein Handy besitzt. Und das sind eine ganze Menge Konsumenten. Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., rechnet für 2007 im Schnitt mit 109 Mobilfunkanschlüssen, bestehend aus Laufzeitverträgen und Prepaidkarten, auf 100 Einwohner in Deutschland.
--> Die NEUE DIGITALE Mobile Unit Pocketframes für Audi.
Branchen & Cases
Aber für welche Branchen ist Mobile Marketing nun besonders interessant? Joachim Bader, Director Mobile bei NEUE DIGITALE Mobile Unit Pocketframes, Frankfurt am Main: „Zunächst haben Unternehmen Mobile Marketing hauptsächlich für Fast Moving Consumer Goods Brands einsetzt. Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren fortgesetzt: Nun planen auch Unternehmen der Automobilindustrie, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik und Medien verstärkt mit Mobile Marketing.“
<-- Joachim Bader, NEUE DIGITALE.
Vor allem die Auto-Leute haben große Freude an der neuen Technologie. NEUE DIGITALE etwa erweiterte für Audi das Digital Audio Broadcasting (DAB), also den digitalen Übertragungsstandard für den Empfang von Hörfunkprogrammen, um einen mobilen Rückkanal. Die Idee: Während der samstäglichen Bundesliga Live-Konferenz, die mit Bild und Text auf DAB übertragen wird, kann der Audi-Fahrer an einem Gewinnspiel teilnehmen. Das Gewinnspiel wurde per DAB eingespielt, der mobile Kanal diente zur Interaktion und zur Teilnahme am Gewinnspiel. Zusätzlich konnte jeder Teilnehmer exklusive mobile Inhalte wie Screensaver und Sounds kostenlos auf das Handy herunterladen.
Auch YOC freut sich über Auto-Kunden: Für Volvo konzipierten und realisierten die Berliner ein Mobile Portal zur Vermarktung des Volvo C30 inklusive einer bundesweiten Mobile Marketing-Kampagne, mit der Trendsetter zwischen 25 und 40 Jahren per MMS und über die YOC-eigene Mobile Community mit aktuell 3,8 Millionen Nutzern angesprochen wurden. Die Kanäle: Mobiltelefon, Internet und Out-of-Home-Medien. Potenzielle Autokäufer lernten den neuen Volvo C30 per interaktivem Produktkatalog auf dem Handy kennen. Dort konnten sie auch Videos, Screensaver und Wallpaper auf das Handy herunterladen. Über das Mobile Portal, die Kampagnenwebsite des Autobauers und per MMS hatten sie die Möglichkeit, aktiv ihre Meinung zu äußern.
dm goes Mobile
 <-- arvato mobile für dm: www.fun-aufl aden.de verknüpft Web- und mobile Anwendungen für Kunden der Drogeriemarktkette.
Nicht um Automobile, sondern um Drogeriemärkte ging es bei der Kampagne, die arvato mobile, Hamburg, für die Kette dm-drogerie markt auflegte, erklärt Katja Westphal, Head of Corporate Marketing. Die Website www.fun-aufladen.de bietet den Kunden der Drogeriemarktkette informativen und unterhaltsamen Mehrwert. Durch die Verknüpfung von Web- und mobilen Anwendungen können Konsumenten „dm-Goodies“ wie Rabatt- oder Geschenkcoupons herunterladen und erhalten individuell zugeschnittene Produktinformationen. Zur Begrüßung und bei besonderen Anlässen bekommen Kunden Free-SMS geschenkt, außerdem gibt es Wallpaper, Klingeltöne und Handygames zum kostenlosen Download. Und, Stichwort User Generated Content (UGC): User können zu bestimmten Themen Bilder in einer Galerie einstellen und bewerten. Die Gewinnermotive werden dann als Handy-Wallpaper zum freien Download angeboten.
arvato mobile realisierte übrigens auch die viel beachtete „Leserreporter“-Kampagne der BILD-Zeitung.
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