Nie wieder Rückenschmerzen!
Die Dorn-Therapie hilft mit wenigen Griffen
Rückenschmerzen. Davon können rund 70 Prozent aller Deutschen ein gequältes Liedchen singen, denn Hexenschuß, Ischias & Co haben sich zu den Top-Volkskrankheiten gemausert.
Ob Manager oder Mediengestalter, jede dritte Krankschreibung und jeder zweite vorzeitig gestellte Rentenantrag gehen mittlerweile auf das Konto eines schmerzenden Rückens, Tendenz steigend. Die Schulmedizin stößt mit herkömmlichen Behandlungsmethoden, Tabletten, Spritzen und Operationen häufig an ihre Grenzen, da – nach Aussage eines Expertengutachtens der Bertelsmann-Stiftung – vielfältige „soziale, psychologische, physiologische und arbeitsplatzbezogene Faktoren“ für Rückenschmerzen verantwortlich sind. Ein weites Feld, das ein spezialisierter Facharzt kaum abdecken kann. Doch Rückenschmerzen müssen bei weitem kein Problem ohne Lösung sein. Nicht seit in Deutschland eine manuelle Therapieform an Aufmerksamkeit gewinnt, die buchstäblich „im Handumdrehen“ auch langjährigen Schmerzpatienten zu unerwarteter Genesung verhilft: die Dorn-Methode.
So einfach wie gut
Die Dorn-Methode ist eine sanfte Wirbel- und Gelenkbehandlung. Sie stützt sich auf die Beobachtung, daß körperliche Schmerzen im Bewegungsapparat (Rücken, Knie, Schultern) fast immer mit verschobenen Wirbeln oder Gelenken verbunden sind. Bei einer Dorn-Sitzung geschieht deshalb schlichtweg folgendes: Der Praktizierende ertastet die schmerzende Stelle und schiebt den zu dieser Stelle gehörigen Wirbel oder das Gelenk in die Ideallage zurück. Fertig. Während die Vermutung nahe liegt, daß Heilung so einfach nicht sein kann, belegen Patientenreporte das Gegenteil. „Als ich anfing mit der Wirbel- und Gelenkkorrektur zu arbeiten, war ich geschockt über die vielen Menschen, die als vollkommen austherapiert galten“, sagt Hildegard Steinhauser, die sich zusammen mit ihrem Lebensgefährten Helmut Koch seit rund zehn Jahren für die Verbreitung und Weiterentwicklung der Dorn-Methode einsetzt. „Gestreßte Manager mit Bandscheibenvorfällen, Patienten mit Schleudertrauma, Senioren mit Lendenwirbelschäden. Viele Fälle, wo die Ärzte nicht mehr weiter wußten und die sich nach ein, zwei Dorn-Behandlungen wieder frei bewegen konnten.“ Wie läßt sich das erklären?
Beziehungsreiche Wirbelsäule
Die Wirbelsäule ist das primäre Stützorgan des Körpers. Sie trägt den Kopf, die Schultern und die Arme. Über dem Kreuzbein ist sie mit dem Becken verbunden, das sich selbst über die Hüftgelenke auf die Beine stützt. Im Idealfall nimmt diese umfassende Knochenanordnung eine symmetrische und ausgeglichene Form an. Durch unnatürliche Körperhaltungen wie stundenlanges Sitzen am Schreibtisch, im Auto oder Flugzeug verrutscht diese Ordnung jedoch bei fast jedem Menschen im Laufe der Zeit. Besonders die Gelenke zwischen den 24 Rückenwirbeln und die Gelenke am Kreuzbein sind für Verschiebungen anfällig. Ferner ist in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wie in der Neurologie bekannt, daß jeder Wirbel bestimmte Bezugszonen – Haut-, Muskel- und Organsegmente – hat. Befindet sich ein Wirbel nicht in der richtigen Position, wirkt sich das unmittelbar auf die betreffenden Bezugszonen aus. Neben den klassischen Rückenschmerzen gehen deshalb auch viele körperliche Beschwerden auf die Wirbelsäule zurück, die auf den ersten Blick nicht in direktem Zusammenhang mit ihr stehen. Untersuchungen zeigen, daß Nierenprobleme beispielsweise mit einem verrenkten neunten Brustwirbel korrespondieren. Die Ursachen für Herzbeschwerden, Rhythmusstörungen und Schmerzen im Brustbein können im zweiten Brustwirbel verankert sein. Selbst Krankheiten wie Tinnitus, die als schwer therapierbar gelten, haben durch die Wirbelkorrektur – in diesem Fall des dritten Halswirbels – eine Chance auf Heilung.
Von Fuß bis Kopf
„Sitzungen beginnen mit einer Beinlängenkontrolle“, erklärt Dr. rer. nat. Natalja Schultze-Willebrand. Die studierte Naturwissenschaftlerin bietet die Dorn-Methode seit einigen Jahren in ihrer Kölner Praxis an. Da die Beine die Stützsäulen des Beckens sind und das waagrechte Becken die Basis einer aufrechten Wirbelsäule ist, müssen die Beine gleich lang sein, um eine gerade Wirbelsäule zu garantieren. Bei den meisten Menschen lassen sich heutzutage Unterschiede in der Beinlänge feststellen, obwohl sie zwei vollkommen gleich lange Beine besitzen. Nach Erfahrungen der Dorn-Therapeuten weist eine ungleiche Beinlänge zu rund 90 Prozent auf ein herausgerutschtes Hüftgelenk hin. Das heißt: Der Kopf des Oberschenkelknochens liegt nicht mehr optimal im Hüftgelenk, verursacht dadurch die Verlängerung des Beines und somit auch die darauf aufbauenden Verschiebungen der Wirbelsäule. Zu Anfang einer Behandlung legt sich der Patient deshalb langgestreckt auf den Rücken und der Therapeut hebt die Beine des Patienten an den Fersen in einen 60-Grad-Winkel. Stehen die Fersen ungleich hoch, schiebt der Therapeut mit einem einfachen Handgriff das zu lange Bein zurück in das Hüftgelenk. „Vor kurzem kam ein 30jähriger Patient zu mir, der bereits seit einem Jahr unter Rückenschmerzen im Nierenbereich litt“, erzählt Dr. Schultze-Willebrand. „Es stellte sich heraus, daß seine Beine eine unterschiedliche Länge von einem Zentimeter aufwiesen und dadurch eine Verschiebung der Lendenwirbel verursacht wurde. Also nahm ich eine Korrektur der Beinlänge und der Lendenwirbel vor, und alles war wieder in Ordnung.“ Um nach Dorn erfolgreich zu behandeln, braucht es kein kompliziertes Know-how. „Die Dorn-Methode ist so einfach, daß sie auch von Nicht-Medizinern innerhalb eines Zwei-Tage-Seminars gelernt werden kann“, sagt Hildegard Steinhauser, die mittlerweile Hunderte von Dorn-Therapeuten ausgebildet hat. Denn im Prinzip ist es immer der gleiche Mechanismus, den man bei der Wirbel- und Gelenkkorrektur anwendet: Gelenke (Fuß, Knie, Schulter, Elle, Hand, Finger, Zehen, Kiefer) werden um 90 Grad abgewinkelt und unter Druck wieder in die Normalstellung geführt. Bei der Wirbelkorrektur drückt man mit dem Daumen kurz und kräftig auf die seitlich gelegenen Dornfortsätze, um die Wirbel wieder in Ideallage zu bringen.
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